1. Orientierung: Limmat, See und Hauptbahnhof als Fixpunkte
Die Zürcher Altstadt ist kompakt und gut zu Fuss zu erkunden. Zur Orientierung helfen drei Fixpunkte: der Hauptbahnhof im Norden, die Limmat, die die Altstadt teilt, und das Seebecken im Süden. Planen Sie Ihre Tage nach Gegenden: etwa einen Vormittag in der Altstadt beidseits der Limmat, einen Nachmittag in Zürich-West oder am See. So vermeiden Sie unnötige Wege zwischen einzelnen Programmpunkten.
2. Billette und Tarifzonen
Tram, Bus, S-Bahn und Schiffe im Kanton Zürich gehören zum Zürcher Verkehrsverbund (ZVV), der in Zonen eingeteilt ist. Die Stadt Zürich bildet die Zone 110; der Flughafen und die Orte am See liegen in anderen Zonen, für die Sie ein entsprechendes Billett brauchen.
- Einzelbillett: gilt für eine bestimmte Zeit in den gelösten Zonen, Umsteigen ist erlaubt.
- Tageskarten: lohnen sich, sobald Sie mehrere Fahrten pro Tag planen.
- GA und Halbtax: Mit dem Generalabonnement fahren Sie frei, mit dem Halbtax zum halben Preis.
Lösen Sie Ihr Billett vor dem Einsteigen am Automaten oder in der App – an Bord gibt es keinen Verkauf. Kontrollen finden regelmässig statt, ohne gültiges Billett wird ein Zuschlag fällig.
Tipp: Für Tagesausflüge nach Luzern oder an den Rheinfall brauchen Sie ein Bahnbillett der SBB. Wir sagen Ihnen bei der Bestätigung, welches Billett sinnvoll ist.
3. Zu Fuss unterwegs – aber richtig
In Zürich haben Trams fast immer Vortritt und fahren leise – schauen Sie beim Überqueren der Gleise deshalb immer in beide Richtungen. Viele Trottoirs grenzen an Velowege; bleiben Sie auf dem Trottoir und achten Sie auf Velos und E-Trottinette. An Fussgängerstreifen ohne Ampel haben Sie Vortritt, signalisieren Sie aber deutlich, dass Sie queren möchten.
4. Schuhe, Kleidung, Tasche
Ein Rundgang von drei Stunden ist kein Gewaltmarsch, doch Kopfsteinpflaster und die steilen Gassen der Altstadt summieren sich. Bequeme, eingelaufene Schuhe sind wichtiger als alles andere. Das Wetter kann innerhalb eines Tages wechseln; eine leichte Regenjacke passt in fast jede Tasche. Grosse Rucksäcke sind in vielen Museen nicht erlaubt und müssen in Schliessfächer.
5. Sonntage und Öffnungszeiten
Die meisten Geschäfte haben sonntags geschlossen. Eine Ausnahme sind die Läden im Hauptbahnhof und an grossen Bahnhöfen sowie Tankstellenshops. Museen haben dagegen oft gerade am Wochenende geöffnet, schliessen aber an einem Wochentag, häufig montags. Prüfen Sie Öffnungszeiten vorab auf den Seiten der Häuser.
6. Reservierung für beliebte Orte
Für manche Ziele lohnt sich eine Reservation. Grosse Sonderausstellungen, etwa im Kunsthaus, arbeiten teils mit Zeitfenstern, und beliebte Restaurants in der Altstadt sind am Wochenende oft ausgebucht. Im Sommer sind Schiffsrundfahrten auf dem Zürichsee gefragt – planen Sie etwas Puffer ein.
7. Bezahlen: Karte und TWINT meist ja, Bargeld manchmal
Kartenzahlung und die Bezahl-App TWINT sind weit verbreitet. Einige Marktstände und kleine Betriebe nehmen aber lieber Bargeld. Euro werden teils akzeptiert, meist jedoch zu einem ungünstigen Kurs – ein kleiner Betrag in Franken erspart Ihnen die Suche nach einem Bancomaten.
8. Trinkwasser und Pausen
Leitungswasser in Zürich ist Trinkwasser von sehr guter Qualität. Eine eigene Flasche lässt sich an den über 1200 öffentlichen Brunnen der Stadt auffüllen. Planen Sie zwischen Programmpunkten bewusst Pausen ein – auf Bänken am See, an der Limmat oder in einem der Parks.
9. Der erste Tag: lieber mit Überblick
Am ersten Tag hilft ein Rundgang, der die grossen Linien der Stadtgeschichte erklärt. Danach ordnen Sie viele Orte, die Sie später allein besuchen, viel leichter ein. Unsere Highlights-Tour ist genau dafür gedacht.
10. Respekt in Kirchen und Wohnquartieren
Grossmünster, Fraumünster und St. Peter sind lebendige Kirchen. Dort gilt: ruhig bleiben, Gottesdienste nicht stören und Fotoregeln beachten – im Fraumünster ist das Fotografieren der Chagall-Fenster nicht erlaubt. Auch in Wohnquartieren schätzen die Anwohnerinnen und Anwohner Rücksicht, besonders abends.
Alle Angaben ohne Gewähr. Öffnungszeiten, Tarife und Regeln ändern sich – bitte prüfen Sie aktuelle Informationen bei den jeweiligen Anbietern.

